Trump rühmt sich verwirrt über einen Milliarden-Dollar-Highway nach ihm – der schlicht nicht existiert

Eine aufsehenerregende Erklärung über einen nordafrikanischen Highway

Die meisten politischen Anführer träumen davon, ihren Namen für die Ewigkeit in Beton oder Asphalt eingraviert zu sehen. Ein gewaltiger Highway oder eine monumentale Brücke gelten als ideale Wege, sich ein Stück Unsterblichkeit zu sichern. Doch eine jüngst getätigte, großspurige Aussage über genau eine solche internationale Ehrung hat Beobachter in vollständige Verwirrung gestürzt.

Das Triumphvideo auf Truth Social

Der ehemalige amerikanische Präsident teilte mit großer Begeisterung auf seiner Plattform Truth Social ein Werbevideo, das die angebliche Fertigstellung eines massiven Infrastrukturprojekts im Ausland feierte. Die Bilder präsentierten das kolossale Vorhaben als bereits vollendete Tatsache.

Das Video behauptete selbstsicher, dass eine brandneue Straßenverbindung im Wert von einer Milliarde Dollar, die sich über mehr als tausend Kilometer durch Nordafrika erstreckt, offiziell den Namen Donald J. Trump Highway erhalten habe.

Diese Route soll laut den verfügbaren Informationen die Städte Tiznit und Dakhla verbinden und dabei durch das umstrittene Gebiet der Westsahara führen. Der Sprecher im Video überhäufte den marokkanischen König für seine „visionäre Führungsstärke“ mit Lob und rühmte gleichzeitig den „historischen Mut“ Trumps selbst.

„Das ist eine enorme Ehre! Ich kann es kaum erwarten, eines Tages die gesamte Länge dieses außergewöhnlichen Highways zu befahren – hoffentlich bald!“ schrieb ein enthusiastischer Trump als Begleittext zu dem veröffentlichten Video.

Das verdächtige Schweigen Marokkos

Das grundlegende Problem der ganzen Angelegenheit liegt darin, dass niemand im betreffenden Land diesen Triumph bestätigt hat. Auch in den Stunden nach der Veröffentlichung des pompösen Social-Media-Beitrags gaben die marokkanischen Behörden keine einzige offizielle Erklärung ab, die diese großartige Geste hätte belegen können.

Regionale Medien griffen die Meldung zwar rasch auf, beschränkten sich jedoch darauf, den Beitrag selbst mechanisch zu zitieren – ohne jegliche unabhängige Überprüfung. Sämtliche Anfragen um Stellungnahme an das Weiße Haus sowie die marokkanische Botschaft in Washington blieben vollständig ohne Antwort.

Zwar tragen in den USA zahlreiche lokale Straßen und Gebäude Trumps Namen, doch internationale Verkehrsadern, die nach ihm benannt sind, existieren so gut wie nicht. Die gesamte Angelegenheit fügt sich vielmehr in seine bewährte Gewohnheit ein, seinen persönlichen Markennamen auf alles zu setzen – von Denkmälern bis hin zu großen öffentlichen Projekten.

Die diplomatischen Verflechtungen im Hintergrund

Das besagte Video verwies auch auf die zweihundert Jahre umspannende Geschichte der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Marokko. Die angebliche Benennung des Highways wurde im Filmbeitrag als absoluter Höhepunkt und greifbarster Beweis dieser langjährigen belastbaren bilateralen Verbindungen dargestellt.

Der Zeitpunkt dieser Ankündigung ist kein Zufall. Sie fällt etwa ein Jahr nachdem Trump die amerikanische Unterstützung für die marokkanische Souveränität über die Westsahara erneut bekräftigt hat – eine Küstenregion, die seit Jahrzehnten Schauplatz eines anhaltenden und oft sehr hitzigen Konflikts mit lokalen Befreiungsbewegungen ist.

Ob die Wüstenstraße tatsächlich den Namen des ehemaligen amerikanischen Präsidenten trägt oder ob es sich schlicht um eine digitale Illusion handelt, bleibt vollkommen unbestätigt. Autofahrer, die durch die nordafrikanischen Dünen reisen, dürften reale Straßenschilder mit diesem Namen kaum finden.

Author

  • Katharina Vogel schreibt über Lifestyle, gesunde Gewohnheiten und kreative Ideen für den Alltag. Ihre Inhalte verbinden Inspiration mit praktischen Tipps für ein ausgewogenes Leben.

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