11 häufige Rasenunkräuter, die Sie nicht tolerieren sollten

Unkraut im Rasen: Wann wird es wirklich zum Problem?

Ob eine Pflanze im Rasen als Unkraut gilt, liegt oft im Auge des Betrachters. Dennoch gibt es bestimmte Arten, die so aggressiv wachsen, dass sie das gewünschte Gras regelrecht verdrängen – bis die gepflegte Rasenfläche einem wilden Acker gleicht.

Wer einen satten, gleichmäßig grünen Rasen möchte, sollte diese Eindringlinge frühzeitig erkennen und konsequent handeln. Denn eines gilt für fast alle problematischen Rasenunkräuter: Je früher man eingreift, desto leichter lassen sie sich beseitigen.

Die 11 häufigsten Rasenunkräuter im Überblick

1. Gundermann (Glechoma hederacea)

Der Gundermann blüht durchaus ansehnlich – doch sobald er sich erst einmal ausbreitet, hat die Rasenfläche kaum noch Ähnlichkeit mit einem gepflegten Grün. Seine kriechenden Triebe überwuchern das Gras in kurzer Zeit flächendeckend.

2. Spitzwegerich

Wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich das Rasengras spürbar. Regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter Höhe hilft dabei, seine weitere Ausbreitung in Grenzen zu halten.

3. Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)

Wer eine blühende Wildwiese bevorzugt, kann den Kriechenden Hahnenfuß wuchern lassen. Wer jedoch einen Zierrasen anstrebt, sollte ihn konsequent ausstechen – am besten vollständig mit der Wurzel.

4. Taube Trespe (Bromus sterilis)

Auf den ersten Blick hat die Taube Trespe sogar einen gewissen ästhetischen Reiz. Doch als sogenanntes Ungras blüht sie rasch und bildet in kürzester Zeit eine große Menge Samen. Manuelles Ausstechen ist die einzige wirksame Methode zur Bekämpfung.

5. Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)

Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse haben im Rasen nichts verloren – sie verdrängen das Gras zuverlässig. Gute Rasenpflege und dichter Graswuchs sind die beste Vorbeugung gegen diesen Eindringling.

6. Kriech-Quecke (Elymus repens)

Die Kriech-Quecke gehört zur Familie der Süßgräser und bildet unterirdische Ausläufer, mit denen sie den gesamten Rasen durchwuchert. Ihre Rhizome machen sie besonders schwer zu bekämpfen.

7. Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius)

Der Stumpfblättrige Ampfer gilt als Zeigerpflanze: Sein Auftreten weist auf einen stickstoffreichen Untergrund hin. Er lockert zwar den Boden auf, besitzt jedoch ein weitreichendes Wurzelsystem, das seine Entfernung zur echten Geduldsprobe macht.

8. Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Wer Ackerschachtelhalm oder dessen sporentragende Triebe im Rasen entdeckt, sollte schnell handeln. Das Kalken der betroffenen Fläche ist häufig eine hilfreiche Maßnahme, um diesem hartnäckigen Gewächs entgegenzuwirken.

9. Weißklee

Klee – darunter vor allem Weißklee – bildet im Rasen kriechende Ausläufer und breitet sich zügig aus. Ob man die bienenfreundliche Pflanze dulden möchte, ist letztlich eine Frage der persönlichen Vorliebe. Für Insekten ist sie durchaus wertvoll.

10. Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)

Mit seinen zierlichen Blüten und filigranen Blättern wirkt der Horn-Sauerklee geradezu harmlos. Doch dieser Eindruck täuscht: Das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen über weite Rasenflächen aus.

11. Löwenzahn

Der Löwenzahn ist wohl das bekannteste Rasenunkraut überhaupt. Er entwickelt bis zu zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren vollständige Entfernung körperlich anspruchsvoll ist. Eine einzige Pusteblume erzeugt rund 300 Samen – wer zu lange wartet, verschafft sich ein echtes Massenproblem.

Ungräser: Unterschätzte Gefahr für den Rasen

Neben klassischen Unkräutern bereiten sogenannte Ungräser vielen Gartenbesitzern Kopfzerbrechen. Sie breiten sich schneller aus, als man vermuten würde – und selbst wenn sie im Winter scheinbar verschwinden, überdauern ihre Samen bis ins nächste Frühjahr.

Sobald Ungräser erst einmal Samen gebildet haben, können diese in großer Zahl über den gesamten Garten verteilt werden. Konsequentes Handeln vor der Samenreife ist daher die wirksamste Strategie im Kampf gegen unerwünschten Graswuchs.

Wurzelunkräuter: Hartnäckige Eindringlinge

Arten wie der Löwenzahn zählen zu den Wurzelunkräutern – Pflanzen, die sich durch ihre tief reichenden oder weitverzweigten Wurzeln besonders hartnäckig im Rasen halten. Sie sollten entfernt werden, bevor sie sich durch Samenflug weiter vermehren können.

Regelmäßige Kontrolle, gezieltes Ausstechen und eine gute Grundpflege des Rasens sind die zuverlässigsten Mittel, um all diese ungebetenen Gäste dauerhaft in Schach zu halten.

Author

  • Katharina Vogel schreibt über Lifestyle, gesunde Gewohnheiten und kreative Ideen für den Alltag. Ihre Inhalte verbinden Inspiration mit praktischen Tipps für ein ausgewogenes Leben.

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