Doonbegs großes Bauprojekt trifft auf unerwarteten Widerstand
Die Trump Organization hatte ambitionierte Pläne: Im exklusiven Golfresort Doonbeg in Irland sollte ein gewaltiger Veranstaltungssaal mit rund 12.000 Quadratfuß Fläche entstehen. Doch das Vorhaben kam völlig unerwartet ins Stocken.
Was als bedeutendste Veranstaltungslocation der gesamten Grafschaft Clare geplant war, liegt nun auf Eis. Ein lokaler Einspruch hat die Baugenehmigung ausgesetzt – im Mittelpunkt stehen ernsthafte Bedenken zum Schutz bedrohter Tierarten in den umliegenden Feuchtgebieten.
Hubschrauberplätze und schützenswerte Moore
Die Aufsichtsbehörden prüfen derzeit Beschwerden, wonach die Entwickler die Auswirkungen des Projekts auf das empfindliche lokale Ökosystem erheblich unterschätzt haben sollen. Treibende Kraft hinter dem Widerstand ist Liam Madden, ein 76-jähriger gebürtiger Longforder mit jahrzehntelanger Erfahrung darin, umstrittene Bauvorhaben in Irland anzufechten.
Madden entdeckte auffällige Unstimmigkeiten in den offiziellen Projektunterlagen. In den Papierplänen fehlten zwei Hubschrauberlandeplätze, die das Resort regelmäßig in eigenen Werbevideos zeigte. Darüber hinaus fehlte jede Bewertung der Auswirkungen des häufigen Flugbetriebs auf die natürliche Umgebung.
Der Kampf um eine winzige Schnecke
Im Kern des ökologischen Streits steht die Vertigo angustior, eine seltene Schmalmündige Windelschnecke, die in den Mooren rund um den Küstengolfplatz ihren natürlichen Lebensraum gefunden hat. Fachleute beschreiben die Lage in diesem Gebiet als äußerst besorgniserregend.
Ökologen warnen, dass die Population dieser geschützten Art trotz früherer Zusicherungen der Bauherren zum Umweltschutz weiterhin dramatisch zurückgeht.
Madden: „Ich habe Trump schon zweimal geschlagen“
Madden zeigt sich absolut überzeugt, auch diesen bürokratischen Kampf zu gewinnen, und kommentiert die Situation mit beißender Ironie.
„Joe Biden hat Donald Trump einmal besiegt“, erklärte er selbstsicher. „Ich habe ihn bereits zweimal geschlagen.“
Damit spielt er auf seinen früheren Erfolg aus dem Jahr 2016 an: Damals stellten sich die Behörden nach seinem Einspruch auf die Seite der Umweltschützer und stoppten endgültig die Pläne für den Bau einer gewaltigen, 1,7 Meilen langen Küstenschutzbarriere, die das Resort entlang des Ozeans errichten wollte.
