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2019 Febr. 17 Neuwahl Vorstandschaft AG Bayern

Bei den Neuwahlen der AG Bayern gesellten sich zu der bereits seit einer Wahlperiode amtierenden
1. Vorsitzenden Angelika Hummel und der Kassiererin Bettina Mecking (nicht im Bild) als neuer
2. Vorsitzender Wolfgang Müller (hinten re), sowie Erich Erl (hinten li.) als Schriftfüher.

Angelika Hummel dankte dem jahrelangen zweiten Vorsitzenden Michael Seidl (vorne li.) für seine geleistete Tätigkeit.

2019 Jan. Jagdausstellung Augsburg (F:Standbetr.)

2018 Okt.: Jagdausstellung Grünau an der Donau

Leuchtenbergwanderung aus der Sicht von Konrad:

Vielen Dank an das Frauchen und Herrchen Schweier für den Bericht ihres Hundes "Konrad"!

8. „Willi-Schnös-Foxterrier-Gedächtnis-Wanderung „
am Samstag, den
23.Juni in Leuchtenberg/Lerautal
Zu einer Wandertour im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald hatte die PG Oberpfälzer Wald die bayr. Foxterrierfreunde eingeladen!

Foto Dubrowsky

Der Turnierplatz der Burganlage in Leuchtenberg bot den angereisten Teilnehmern ausreichend Parkmöglichkeit und so konnten wir pünktlich zur Burgbesichtigung bei der Burgwartin Rita Lingl mit unserer Hundegruppe erscheinen.
Mit viel Hingabe erklärte uns die langjährige Burgwartin die Geschichte der Burganlage, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht und deren Gebäude bis ins 19. Jahrhundert bewohnt waren.
Leider brachten in den letzten Jahrhunderten viele Ereignisse Umstände hervor, die zu vielen Umbauten, bzw. teilweisen Zerstörungen der Anlage führten.
Die Burgruine wird in den letzten Jahren in den Sommermonaten als Örtlichkeit für die Leuchtenberger Burgfestspiele genutzt.
Die Burgkapelle wird von vielen Hochzeitspaaren als Trauungsort genutzt. Die Dekoration in den Räumlichkeiten und der Gesang der probenden Musiker zeigte uns, dass auch an diesem Tag noch eine Vermählung anstand:

Foto: Hummel

Foto: Hummel

Alles lauschte, als Burgwartin Lingl die Sage vom eingemauerten Burgfräulein erzählte!

Die Dürnitz mag früher, als darin noch Lehmboden war, wohl nicht einladender gewesen sein:

Foto: Dubrowsky

Hier war die ehemalige Küche der Burganlage:

Das Wetter war für eine Wanderung ideal. Aber auf dem Bergfried zeigte uns der „Böhmische Wind“, der Ostwind, wie er in dieser Region genannt wird, dass es hier in früheren Jahren mit der Gemütlichkeit nicht weit her war:

Die Aussicht entlohnte jedoch für den zugigen Wind und ließ unsere Blicke bis zum Rauhen Kulm (682 m), den höchsten Berg des Naturparks Nördl.Oberpf. Wald Entenbühl (901) und sogar bis ins Fichtelgebirge und den bayr. Wald schweifen.
Auch der Fahrenberg (801 m) zeigte sich, der in ca 11 km Entfernung mit seiner weithin sichtbar am Berg stehenden Wallfahrtskirche brilliert, in dessen Nähe das Bächlein Lerau entspringt.
Dass die raue Gegend weder durch liebliche noch klimabegünstigende Tallandschaften geprägt ist, konnte sich in der Zwischenzeit jeder vorstellen! Das wellig bis bergige Relief, die zahlreichen Wasserläufe und die zum Osten hin immer größer zusammenhängenden Waldgebiete, die sich bis über die Grenzen nach Tschechien (Böhmerwald) fortsetzen, zeigten uns den herben Landschaftscharakter auf.
Dass die zahlreichen Burgen und Burgruinen auf den Bergkuppen auf Granit erbaut sind und sich von der Statik über Jahrhunderte erhalten haben ist ein „Wunderwerk“.

Unser Weg setzte sich nun talwärts fort und führte uns am bekanntesten Steinriesen der Gegend vorbei, namens „Teufels Butterfass“.
Ursprünglich waren die Felsmassive noch drohgebärdiger und umfangreicher, aber durch die Baumaßnahmen an der Burganlage wurde einiges an Material hier abgetragen. Auch hier ranken viele Sagen um die Steinformation, an dessen Fuß wir uns zu einer kurzen Rast niederließen:

Foto: Schweier

Bergabwärts kamen wir an der Stelle des ehemaligen Brauhauses vorbei. Nur der Brauweiher und eine Gedenktafel erinnerten daran, dass hier bis 1930 eine Gaststätte stand, die durch Brand zerstört wurde und nicht mehr aufgebaut wurde.

Nach der Überquerung der Bundesstrasse B 22 kamen wir in das Lerautal. Das von den Gesteinsarten Granit und Gneis durchzogene Felsengewirr beeindruckt uns und zeigt, wie eindrucksvoll im Lauf der Jahrmillionen Gewalt, Geduld und die Kraft der Natur gearbeitet haben, um diese Gesteinsmassen frei zu legen.
Im dichten Fichtenwald führte uns gleich zu Beginn ein urwüchsiger (Schafs-)Steg über die Lerau und entlang des ganzen Bachlaufs moosbewachsene zerklüftete Felsen.

Heute darf in dem Tal nichts mehr verändert werden, aber die Pflastersteine, mit denen die angrenzende Ostmarkstraße (B22) beim Bau in den 1930er Jahren befestigt wurden, sind zum großem Teil aus den „Findlingen“ im Bereich Leuchtenberg hergestellt.

Der rund zugearbeitete Fels im Flussbett zeigte sich rundum begehbar und so manches "Foxlgespann" führte uns vor, dass dies nicht nur Kindern Spass machen kann, sondern auch Teilnehmern unserer Foxlgruppe:

Foto: Dubrowsky

So gestaltete sich die Wanderung vom Einstiegspunkt Sargmühle entlang bis zur Burgmühle nicht nur geologisch interessant. Auf schmalen Pfaden zogen wir der ruhig dahinfließenden Lerau entlang und konnten "Natur pur" und die Verwitterung auf den Granit bestaunen.

Foto: Dubrowsky

Die große Felsformation in der „Wolflohklamm“ beeindruckte die Besucher nochmals.
Das Wort Klamm ist jedoch irreführend, da es sich nicht um eine Klamm, sondern um ein Kerbtal handelt.
Der Name soll davon herrühren, weil dieses Felsenlabyrinth aus Granitgestein, aufgrund der unübersichtlichen Geländestruktur, den Wölfen einst als ideales Versteck gedient haben soll.

Bei der Burgmühle überquerten wir die B 22 nochmals in Richtung Lückenrieth um im idyllischen Hof der Holzofenbäckerei Lindner einzukehren.
Im windgeschützten blumendekorierten Hof ließen wir bei frischem Brot mit Leberkäs und deftigem Zwiebelkuchen den Tag ausklingen!
Das gastfreundliche Ehepaar Lindner wartete neben den Köstlichkeiten noch mit einer Führung durch die Bäckerei und die Mühle auf!
Die Hunde waren entspannt dabei und genossen die ruhige Zeit!
In geselliger Runde klang der Tag aus und einige Aktive wanderten sogar nochmals zu Fuß zurück nach Leuchtenberg.

Tja, das war die Wanderung 2018! Wir sind schon ganz gespannt, in welche Ecke von Bayern wir im kommenden Jahr mit unseren bayr. Foxln geführt werden.

A. Hummel

Frühere Veranstaltungen: