Ein schauriger Fund in der Nähe von Barcelona
Rettungskräfte wurden zu einem der bizarrsten und makabren Einsätze der jüngeren Zeit in der Nähe von Barcelona gerufen. Die rätselhaften Umstände des Falls sorgten sofort für Aufsehen in der Öffentlichkeit.
Im Mai 2021 unternahmen ein Vater und sein Sohn einen entspannten Wochenendspaziergang, als sie auf etwas völlig Unerwartetes stießen. An einer riesigen Stegosaurus-Statue aus Pappmaché in der Stadt Santa Coloma de Gramenet bemerkten die beiden einen unerträglichen, stechenden Geruch. Der Vater näherte sich einer der Öffnungen in der Skulptur – und machte eine erschreckende Entdeckung: Im Inneren des hohlen Beins der Figur lag eine menschliche Leiche. Einsatzkräfte und Polizeibeamte wurden umgehend alarmiert.
Die Identität des Opfers und die Ermittlungen
Es stellte sich rasch heraus, dass es sich bei dem Toten um einen 39-jährigen Mann handelte. Seine Familie hatte ihn erst wenige Stunden zuvor als vermisst gemeldet. Die Ermittler der katalanischen Regionalpolizei Mossos d’Esquadra schlossen nach einer gründlichen Untersuchung des Tatorts jede Beteiligung Dritter vollständig aus. Auf Grundlage der gesammelten Beweise wurde der Fall als tragischer Unfall eingestuft.
Ein tödliches Schicksal wegen eines verlorenen Handys
Wie landet ein erwachsener Mensch im Inneren des Beins einer künstlichen Urzeitechse? Die Ermittler kamen nach Auswertung aller Spuren zu einer erschütternden Schlussfolgerung. Allem Anschein nach war dem Mann sein Mobiltelefon in das Innere der Statue gefallen. In dem verzweifelten Versuch, das Gerät zurückzuholen, beging er einen verhängnisvollen Fehler: Er versuchte, sich kopfüber durch eine enge Öffnung zu zwängen.
Unglücklicherweise blieb er in dem dunklen, immer enger werdenden Hohlraum stecken – mit dem Kopf nach unten. Unfähig, sich selbst zu befreien oder um Hilfe zu rufen, hatte er keine Chance. Die Ermittlungen ergaben, dass das Opfer trotz des kurz zuvor erstatteten Vermisstenberichts seiner Familie möglicherweise bereits seit rund zwei Tagen in der Statue eingeschlossen war. Eine gerichtlich angeordnete Obduktion bestätigte schließlich den genauen Todeszeitpunkt sowie die Todesursache.
Eine schwierige Bergung und die Entfernung der Statue
Die Bergung des Leichnams erwies sich für die Rettungskräfte als äußerst kompliziertes Unterfangen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Inneren der Skulptur mussten nicht weniger als drei Feuerwehrteams gleichzeitig im Einsatz sein. Um den Körper sichern und bewegen zu können, blieb ihnen nichts anderes übrig, als das Bein des Pappmaché-Dinosauriers mit speziellem Werkzeug teilweise aufzuschneiden.
Diese ungewöhnliche Dekoration hatte jahrelang auf dem Platz vor dem Cubic Building gestanden. Ursprünglich war sie als auffälliges Werbeschild für ein ehemaliges Kino an diesem Ort aufgestellt worden. Nach diesem tragischen Vorfall entschied die Gemeinde Santa Coloma de Gramenet jedoch zu handeln und ließ die Dinosaurierfigur dauerhaft vom öffentlichen Platz entfernen.
